18.02.2010
Das Krisenjahr 2009 bringt einen deutlichen Umschlagrückgang für das Logistikzentrum Dortmunder Hafen. Positive Entwicklungen in den Gütergruppen Container sowie Mineralöle.
Am 18. Februar wurden die Jahresumschlagergebnisse 2009 bekannt gegeben.
Neben Vorstand Manfred Kossack standen der Generalbevollmächtigte der Dortmunder Hafen AG Markus Bangen sowie der mit Prokura ausgestattete kaufmännische und technische Leiter Rainer Pubanz den anwesenden Journalisten Rede und Antwort.
Das Ergebnis des Jahres 2009 liegt mit 2,411 Mio. Tonnen 18,4% unter Vorjahresniveau (2,955 Mio. Tonnen).
Der umschlagstärkste Bereich ist mit 758.600 Tonnen der Container, der einen immer höheren Stellenwert im Dortmunder Hafen einnimmt. Das Container Terminal Dortmund, eine Beteiligungsgesellschaft der Dortmunder Hafen AG, liegt nach Ladeeinheiten (Container und Wechselbrücken) entgegen dem branchenüblichen Trend 7% über Vorjahresniveau.
Mit 647.000 Tonnen folgen die Baustoffe, auf Platz 3 mit 570.500 Tonnen schließlich die Mineralöle.
>>Unser Vertrauen in die im Dortmunder Hafen ansässigen Firmen wurde nicht enttäuscht<<, so Kossack. Und führt weiter aus:
>>Natürlich hat es in einigen Branchen erhebliche Umschlagrückgänge gegeben. Aber es musste 2009 keine Ansiedlung im Hafengebiet aufgegeben werden. Die Ansiedlungsstruktur ist dieselbe wie vor einem Jahr, die Auslastung liegt nach wie vor bei hohen 97%.<<
Im Dortmunder Hafen geht man nicht davon aus, dass die Umschlagzahlen der Vergangenheit, die sich in den letzten Jahren um 3 Mio. Tonnen bewegten, innerhalb der nächsten zwei Jahre wieder erreicht werden.
Neben der Container Terminal Dortmund GmbH gehören noch die Dortmunder Eisenbahn GmbH sowie die DE Infrastruktur GmbH zur Unternehmensgruppe Dortmund Hafen. Und auch hier hinterließ die Krise Spuren:
Die Dortmunder Eisenbahn GmbH hat Einbußen von 33% der Transportvolumina von 2008 auf 2009 zu verzeichnen, wesentlich verursacht durch den konjunkturbedingten Nachfragerückgang bei Transportleistungen mit Bezug zur Stahlindustrie.
Die DE Infrastruktur GmbH weist infolge der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in 2009 ebenfalls gesunkene Umsatzzahlen aus. Darüber hinaus führten notwendige Pensionsrückstellungen dazu, dass die Dortmunder Hafen AG die DE Infrastruktur GmbH mit fast 1 Mio. Euro unterstützen musste.
Die Kooperation Dortmund-Duisburg ist auf einem guten Weg
>>Über die Zusammenarbeit im Tagesgeschäft hinaus werden bereits einige gemeinsame Projekte umgesetzt.<<, führt der Generalbevollmächtigte Markus Bangen aus.
Neben dem bereits vor einem knappen Jahr vorgestellten Bahnshuttle „Glückauf-Express“, der sich mit deutlich über den Erwartungen liegenden Transportvolumina bereits als feste Verbindung zwischen den beiden Logistik-Drehscheiben im Rhein-Ruhr-Gebiet etabliert hat, verweist Bangen auf weitere Projekte:
Mit Hochdruck wird am Projekt „RuhrCargo“ zum Schiffstransport von Containern zwischen Duisburg und Dortmund mit möglichen Zwischenstationen gearbeitet. Ziel ist die Einrichtung eines Linienverkehrs.
Im Rahmen der Kooperation wird sich Dortmund Hafen erstmals auf der Messe „transport logistic“ 2010 in Shanghai präsentieren.
Ein besonderer Erfolg der beiden Kooperationspartner:
Als Mitglieder des Effizienzclusters LogistikRuhr sind die Häfen Dortmund und Duisburg maßgeblich am Gewinn des Spitzenclusterwettbewerbs der Bundesregierung im Januar 2010 beteiligt.
Kontakt:
Christian Manthey
Tel.: 02 31.98 39 – 6 82
Mobil: 01 60.93 83 91 05
Email: manthey@dortmunder-hafen.de