Das Alte Hafenamt

Nach den Plänen des Architekten und Stadtbauinspektors Friedrich Kullrich wurde das Alte Hafenamt errichtet und 1899 gemeinsam mit dem neu gegründeten Dortmunder Hafen eingeweiht. Heute steht es unter Denkmalschutz.

Das Alte Hafenamt steht als Landmarke aus südlicher Richtung kommend am Eingang zum Hafen und kündigt einfahrenden Binnenschiffern schon von Weitem den Dortmunder Hafen an. Als Hafenverwaltung genutzt wurde das Gebäude bis zum Jahr 1962.

Heute finden sich im denkmalgeschützten Gebäude Räumlichkeiten der Wasserschutzpolizei und das mit der ursprünglichen Ausstattung erhaltene Kaiserzimmer, das heute für Trauungen zur Verfügung steht.

Die Architektur des Hafenamtes ist geprägt von niederdeutschen Stilformen in Anlehnung an die holländische Bauweise des 17. Jahrhunderts. Mit dem Alten Hafenamt setzte der Erbauer die Verbindung der Stadt Dortmund zur Nordseeküste architektonisch um.

Das Alte Hafenamt

Das Gebäude wurde von 1982 bis 1987 aufwändig restauriert. Beim Umbau orientierten sich die Planer am ursprünglichen Zustand.

Heute stellt es eines der wenigen öffentlichen Häuser der Stadt dar, die in der Wilhelminischen Zeit entstanden und noch erhalten sind. Das von Dreiviertelsäulen umrahmte Eingangsportal endet in einem Neptunskopf. Über dem Gesims erinnert eine Gedenkplatte aus Granit mit einem Bronzerelief mit dem Bildnis von Wilhelm II. an die Einweihung des Dortmunder Hafens und des Alten Hafenamtes durch den deutschen Kaiser am 11. August 1899.

Unter der Brüstung des Turmzimmers, dem sogenannten Kaiserzimmer, finden sich, von Delphinen getragen, die Wappen der Städte Emden und Dortmund. Das als Landmarke weithin sichtbare Gebäude beherbergt in seiner Eingangshalle einen Mosaikboden auf dem eine mittelalterliche Hansekogge mit gehissten Segeln abgebildet ist - ein Hinweis auf die Zugehörigkeit der Stadt Dortmund zur Hanse.